Ausgewählte Ereignisse im Jahr 2004

Expolingua

Wie jedes Jahr nahm die Hartnackschule Berlin auch an der 17. Expolingua Berlin teil. Die Hartnackschule stellte auch 2004 einem internationalen Publikum ihre Sprachangebote vor.
Unser Stand war sehr gut platziert. Auch der Kontakt zu unseren benachbarten Expolingua-Ausstellern, die z.B. Sprachreisen nach Nordamerika anboten, sorgte für Abwechselung. Direkt neben unserem Stand informierte der Migrationsbeauftragte des Berliner Senats.

(Foto Chis) Stand der Hartnackschule Berlin auf der Expolingua

Sehr viele neugierige und interessierte Besucher haben unseren Stand besucht, den wir in ein Minibüro verwandelt haben. Den Messebesuchern wurde unser breites Sprachprogramm „präsentiertellerartig“ dargeboten. Begegnungen einer anderen Art waren nicht nur ehemalige Kursteilnehmer aus den 70-er und 80-er Jahren, die die Hartnackschule in guter Erinnerung behalten haben, sondern z.B. auch ein älterer Herr, der uns sagte, dass er die Hartnackschule sehr gut kennt, weil sie kurz nach dem 2.Weltkrieg die einzige Sprachschule war, deren Plakate in der Stadt ausgehängt waren.
Wir waren sehr überrascht, dass an der diesjährigen Expolingua außer der Hartnackschule und dem Goethe-Institut nur wenige bekannte Sprachenschulen aus Berlin teilgenommen haben.
Wenn man die Gesamtzahl der Besucher unseres Standes betrachtet, so ergibt sich folgendes Bild:
  • 40 % waren Interessenten, die die deutsche Sprache lernen wollen.
  • 30 % interessierten sich für eine Dozententätigkeit an der Hartnackschule oder erkundigten sich nach geschäftlichen Kontakten mit unserer Schule,
  • jeweils-10 % interessierten sich für unsere Englischangebote, unseren Spanischunterricht und für andere Fremdsprachen, die zur Zeit nicht auf unsere Angebotsliste stehen.



(Foto HIA) Barbara Kluk und Victor Chis

Wir hatten sehr viel Spaß dabei zu sein und haben vor allem sehr gute Kontakte geknüpft, sind auf viele Besucher zugegangen, haben ihnen Flyer in die Hand gedrückt und die vielen an unserem Stand interessierten Messebesucher freundlich und sachkundig über die Sprachkurse an der Hartnackschule informiert und somit auf die Hartnackschule aufmerksam gemacht.
Die diesjährige Messe zeigte deutlich, wie sehr das allgemeine Interesse an Sprachvermittlung steigt. Die Hartnackschule konnte sich durch die Teilnahme an der Expolingua einmal mehr einem nationalen und internationalen Publikum erfolgreich vorstellen.

Barbara Kluk und Victor Chis


Benefizkonzert der Hartnackschule zu Gunsten von UNICEF

Am Mittwoch, dem 10. November 2004, hat die Hartnackschule Berlin zu Gunsten von UNICEF im Gemeindesaal der St.-Matthias-Kirche am Winterfeldtplatz ein Konzert gegeben. Zu dieser Veranstaltung kamen Schüler und ehemalige Schüler, Dozenten, Freunde und Gäste der Hartnackschule Berlin sowie Mitarbeiter und Gäste von UNICEF.

Benefizkonzert

Mit Skepsis und Sorge schaute Dr. Steffen Paul, der Co-Moderator, dem Konzertabend entgegen. Es war fraglich, ob der Raum überhaupt gefüllt wird. Zu unserer Überraschung erwies sich dies als unbegründet. Bereits um 18.10 Uhr waren alle Plätze belegt. Es mussten sogar noch zusätzlich Stühle und Bänke herangeschafft werden. Der Gemeindesaal war überfüllt.
Nach der Begrüßung durch Herrn Lauterbach und Frau Bardenhever von UNICEF Berlin stellte Kai Tian aus einem unserer Mittelstufen-Kurse die Projekte vor, die durch den Erlös dieses Konzerts gefördert werden sollen.
Danach begannen die Solisten mit ihrem Programm. Ein wunderbarer Klassikabend entfaltete sich. Es wurden unter anderem Werke von Mozart, Bach, Beethoven, Brahms, Chopin und Schubert gespielt. Alle Solisten waren sehr eindrucksvoll, besonders die Schwestern Debora und Missa Kang, der Bariton Hee-Do An sowie Nataliya Vega, die bekannte ukrainische Konzertpianistin, die Werke von Brahms, Chopin und Schubert interpretierte.
Durch das Abendprogramm führten als Moderatoren Katrin Behlke und Dr. Steffen Paul. Hier an dieser Stelle nochmals Dank an alle, die mitgewirkt und geholfen haben, damit dieses Konzert erfolgreich werden konnte.
Auch dank einer guten Werbung, stilvoll gestalteter Einladungskarten, aufwendig ausgestatteter Programme und einer sehr guten Vorbereitung konnte dies erreicht werden. Mit dem Erlös des Konzerts werden die UNICEF-Projekte ´Bildung für arbeitende Kinder´ in Bangladesh und ´Mädchen in die Schule bringen´ im Sudan unterstützt. V.Ch.


Freundeskreis der Hartnackschule

Im Juni 2004 fand das erste Treffen derzeitiger und ehemaliger Stipendiaten der Hartnackschule Berlin statt.


Henning Lauterbach, Schulleiter der Hartnackschule Berlin, Stv. Vorsitzender der Lauterbach-Stiftung

Die Idee, einen Freundeskreis nicht nur der ehemaligen Stipendiaten, sondern auch ehemaliger Sprachkursteilnehmer zu gründen, wurde geboren. In diesem Freundeskreis schließen sich all’ diejenigen Sprachkursteilnehmer zusammen, die Deutsch-, Englisch- oder Spanischkurse besucht haben und die auch weiterhin über Ereignisse und Entwicklungen an der Hartnackschule Berlin informiert werden möchten.

Es geht auch darum, dass sich alte Freunde und Bekannte auf den regelmäßigen Freundeskreistreffen wiedersehen, zu gemeinsamen Unternehmungen zusammenkommen und dass sich unter den ehemaligen Sprachschülern neue Kontakte entwickeln. Am heutigen 16. September 2004 trifft sich der Freundeskreis zum zweiten Mal. Monika Wünsch, die Koordinatorin für die Integrationskurse und meine engste Mitarbeiterin im Stipendiatenbereich, und ich begrüßen Sie sehr herzlich und wünschen Ihnen eine interessante und auch unterhaltsame Zeit auf unserem Freundeskreistreffen.


Viele Monate fleißig an der Hartnackschule gelernt und dann einfach weg ? Das darf doch nicht sein !

Monika Wünsch, Koordinatorin für die Integrationskurse

Vielleicht ist die Schule für Sie ein bisschen zu einem Stück „Heimat in der Fremde“ geworden, an die Sie sich gerne erinnern und die Sie ungern für immer verlassen möchten.Unter den Stipendiaten der Hartnackschule sind viele außergewöhnliche Persönlichkeiten, die gute Ideen oder praktische Fähigkeiten haben, die sie mit anderen teilen möchten ! Wir müssen nur zusammenkommen !
Unser Plan ist es, sich regelmäßig zu treffen, verschiedene Aktivitäten zu starten (Kontakt-Börse, Film-AG, Tandem-Lernen, Mini-Zeitung, Winterfest), aber auch Spaß zusammen zu haben und Exkursionen zu machen. Ihr Engagement ist gefragt !!


Film-AG

Diese Arbeitsgruppe hat viel zu tun. Wir möchten einen Film produzieren, der unseren typischen Alltag an der Hartnackschule repräsentiert und allen, die sich für die Schule interessieren und nicht persönlich vorbei kommen können, einen kurzen Einblick gibt. Dieser Film kann auch Bestandteil der Homepage der Hartnackschule werden.Nächstes Jahr wird die Schule 90 Jahre alt ! Das muss natürlich gefeiert werden und ein Film, der einen Rückblick auf die vergangenen Jahre bietet, darf selbstverständlich nicht fehlen.Eigene Ideen ?Wer Erfahrung mit der Filmproduktion hat oder auch einfach nur gerne mitspielen möchte, ist herzlich eingeladen.
Monika Wünsch


Forum
Möchten Sie etwas anbieten, tauschen oder verkaufen ? Haben Sie Informationen, die auch für andere Stipendiaten interessant sind ? Möchten Sie über Aktivitäten an der Schule berichten ?
Haben Sie Lust, ein Porträt einer Stipendiatin zu verfassen ?Das passt doch alles in eine Freundeskreis-Zeitung.Ehrenamtliche Redakteure und Redakteurinnen aus dem Freundeskreis gesucht !

Bitte informieren Sie uns bitte entweder telefonisch (M. Wünsch 0173/3866976 oder per E-Mail: Monika-Wuensch@freenet.de oder Victor.Chis@Hartnackschule-Berlin.de
Was ist denn das für ein Tandem ?

Adil Firat und Damian Harper fahren gemeinsam in die gleiche Richtung !
Damian ist ein Stipendiat der Hartnackschule und besucht inzwischen den DSH-Kurs. Er ist also schon sehr weit fortgeschritten und hat sich bereit erklärt, seinem Mitschüler Adil auf dem Weg zur GII-Prüfung tatkräftig zu helfen. Die beiden organisieren ihr „Tandem“ selbst und werden hoffentlich bald über positive Erfahrungen berichten.
Monika Wünsch


Impressionen von dem ersten Freundeskreis Treffen am 05.06.2004



Impressionen



Einladung

Zum nächsten Treffen von unserem „Freundeskreis“ am Donnerstag, dem 11. Nov. 2004, um 15.30 Uhr in die Hartnackschule (Raum 01)



Gedenkfeier zu Ehren von Artur Lauterbach


Am 23. Februar 2004 fand in den Räumen der Hartnackschule eine Gedenkfeier zu Ehren von Artur Lauterbach statt.

Artur Lauterbach wurde am 23. Februar 1904 in Breslau geboren. Er war von 1946 Schulleiter und von 1952 bis zu seinem Tode Inhaber der Hartnackschule. Er starb am 26. Februar 1981.

Unter den Gästen der Gedenkfeier befanden sich Mitarbeiter, die bereits vor 1981 an der Seite von Artur Lauterbach an unserer Schule arbeiteten sowie Vertreter der Lauterbach-Stiftung, der Deutschen Bank, der Firma Ehrig Bürotechnik, Schneider-Druck und Freunde der Familie Lauterbach. Nach einer kurzen Begrüßung durch Inge Lauterbach stellte Henning Lauterbach das Leben von Artur Lauterbach in Bildern und Texten vor.
Hille Gerking-Mobbs beschrieb in bewegenden Worten aus der Sicht seiner Mitarbeiter Artur Lauterbach und Dietmar Ehrig überreichte Inge Lauterbach eine Reiseschreibmaschine aus dem Jahre 1904, dem Geburtsjahr von Artur Lauterbach.


Porträt zum 100. Geburtstag
Artur Lauterbach (1904-1981)

Artur Lauterbach wurde am 23. Februar 1904 als Sohn eines Postdirektors in Kladno bei Prag geboren. Er wuchs in Hirschberg im Riesengebirge und in Breslau auf, besuchte nach dem Abitur das Lehrerseminar und kaufte, kurz nach dem frühen Tod des Vaters, 1928 eine höhere Privatschule von Sexta bis Abitur. 1931 erwarb er eine zweite Privatschule in Breslau.1934/35 legte er die Fachlehrerprüfung in Betriebswirtschaft ab, 1940 erhielt er das amtliche Dolmetscher-Diplom in Englisch und Französisch vom Sprachendienst des Auswärtigen Amtes, und 1941 bestand er die „Sprachkundigen-Prüfung“ in Russisch.
In den Jahren 1929 – 1938 hielt er sich zu mehrmonatigen Studienzwecken in England, Frankreich und Belgien auf. Seine beiden Schulen (Abiturschule u. kaufmännische Berufsfachschule) in Breslau wurden verpachtet.
1940 wurde Artur Lauterbach Soldat und Wehrmachtsdolmetscher für Französisch und von 1943 – 1944 war er Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung der Fachhochschule in Branitz bei Cottbus.

Artur Lauterbach

Das Kriegsende erlebte er als Soldat im „Kampf um Berlin“. Er geriet in Gefangenschaft und wurde im Dezember 1945 in die zerstörte Reichshauptstadt entlassen, weil er bereits seit 1936 eine kleine Wohnung in der Potsdamer Straße in Schöneberg unterhielt. Dorthin holte er auch seine aus Breslau geflohene Mutter.
Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Artur Lauterbach als Sprachlehrer an verschiedenen Berliner Sprachschulen (u.a. an der Hofmeisterschule). Das alte Schulgebäude der Hartnackschule, einer Sprachenschule für Englisch und Französisch, in der Bülowstraße 105 wurde im Krieg völlig zerstört. Seit Ende Mai 1945 befindet sich die Hartnackschule in der Motzstraße 5, Paul Emil Hartnack, der vor dem Krieg 22 Sprachschulen unterhielt, blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1952 Inhaber. Artur Lauterbach übernahm 1946 die Schulleitung der Hartnackschule. Lauterbach entwickelte die von Hartnack erfundene Methode weiter. Der Unterricht mit Projektionsapparaten und Lehrfilmstreifen wurde von ihm bundesweit auf Bildungsmessen vorgestellt. Lehrer der Hartnackschule wurden im Umgang mit dieser Methode geschult; weitere Sprachen wie Spanisch, Italienisch, Arabisch und Russisch – von Lauterbach selbst unterrichtet – wurden ins Programm aufgenommen. Die Sprachschule wurde um ein Übersetzungsbüro ergänzt.
Artur Lauterbach war nicht nur Inhaber und Leiter der Berliner Hartnackschule, sondern kaufte 1959 die Hartnackschule in Frankfurt am Main.
Es gelang ihm die Schulen finanziell zu konsolidieren. Der Anteil von Deutsch als Fremdsprache wurde erweitert (von 40 % zu Beginn der 60er Jahre bis heute bei 80 % ) und die Schülerzahlen wuchsen. Die Hartnackschule Berlin wurde eine vom Senator für Schulwesen anerkannte Ergänzungsschule und berechtigt Prüfungen abzuhalten. Die Hartnackschule überzeugte durch einen qualitativ anspruchsvollen Unterricht, so dass sie seit den 60er Jahren hohe Anerkennung an Universitäten und in der Wirtschaft in Berlin und in ganz Deutschland genießt.
Artur Lauterbach starb am 26. Februar 1981, drei Tage nach seinem 77. Geburtstag.

Kontakt

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